Krypto, Fintech und Zahlungsdienste in Österreich – MiCA, Payments und Compliance
Krypto- und Fintech-Geschäftsmodelle können gleichzeitig Kapitalmarkt-, Zahlungsdienste-, Geldwäsche-, Verbraucher-, Datenschutz– und Technologierecht berühren. Wir beraten Unternehmen bei Produktklassifikation, Lizenzierungsfragen, Partnerschaften mit regulierten Instituten und der rechtlichen Struktur digitaler Finanzprodukte.
Seit Ende der österreichischen MiCA-Übergangsfrist am 1. Juli 2026 ist für Crypto-Asset Service Provider die Frage einer wirksamen MiCA-Zulassung beziehungsweise einer zulässigen Tätigkeit besonders aktuell.
Rechtsstand August 2026: Die österreichische MiCA-Übergangsfrist endete am 1. Juli 2026. Die konkrete Zulassungs- und Passporting-Situation ist für jeden Anbieter individuell zu prüfen.
Beratungsschwerpunkte
- MiCA und CASP-Zulassung in Österreich
- Stablecoins, E-Geld-Token und Zahlungsdienste
- Wallets, Custody, Exchange und Transfer
- AML, KYC, Sanktionen und Transaktionsmonitoring
- DORA, ICT-Risiko und Outsourcing
- Fintech-Plattformen und digitale Geschäftsmodelle
MiCA und CASP-Zulassung in Österreich
Wir prüfen, ob ein Geschäftsmodell Crypto-Asset Services im Sinn von MiCA erbringt, welche Rolle die FMA spielt und welche Anforderungen an Organisation, Governance, Eigentümer, Management, Outsourcing und Kundenprozesse bestehen. Bei bestehenden VASP- oder internationalen Strukturen ist die Übergangs- und Passporting-Situation gesondert zu bewerten.
Stablecoins, E-Geld-Token und Zahlungsdienste
Stablecoin- und Payment-Modelle müssen darauf geprüft werden, ob neben MiCA auch E-Geld- oder Zahlungsdiensterecht relevant ist. Entscheidend sind Ausgabe, Rücktausch, Verwahrung, Transfer, Zahlungsfunktion und die vertragliche Rollenverteilung zwischen Fintech, Bank, EMI und weiteren Partnern.
Wallets, Custody, Exchange und Transfer
Wallet- und Custody-Lösungen, Handelsplattformen, Broker-Modelle und Transferdienste können unterschiedliche MiCA-Dienstleistungen darstellen. Wir analysieren technische Kontrolle, Schlüsselverwaltung, Orderflow, Kundenbeziehung und Vermögensfluss.
AML, KYC, Sanktionen und Transaktionsmonitoring
Finanz- und Kryptodienste benötigen belastbare AML/KYC-Prozesse. Wir unterstützen bei Risikomodellen, Kundenannahme, wirtschaftlichem Eigentümer, Monitoring, Outsourcing und Governance sowie bei der Abstimmung mit Produkt- und Datenschutzanforderungen.
DORA, ICT-Risiko und Outsourcing
Bei regulierten Finanzunternehmen sind Resilienz und Drittanbietersteuerung zentrale Themen. Cloud-, Software- und Security-Verträge sollten regulatorische Zugriffs-, Audit-, Incident- und Exit-Anforderungen berücksichtigen.
Fintech-Plattformen und digitale Geschäftsmodelle
Bei Plattformen können Vermittlung, Zahlungsabwicklung, Finanzinstrumente, Krypto-Assets und Datenservices ineinandergreifen. Wir erstellen eine Regulatory Map, damit lizenzpflichtige Funktionen nicht unbeabsichtigt durch Produktfeatures oder Zahlungsflüsse entstehen.
Schnittstellen zu Gaming, Gambling und Prediction Markets
Tokenisierte Gaming-Güter, Prediction Markets oder kryptobasierte Wett- und Gewinnmodelle können zusätzliche Glücksspiel- oder wettenrechtliche Fragen auslösen. Ein Produkt sollte daher nicht allein als „Krypto“ oder „Fintech“ klassifiziert werden, wenn seine wirtschaftliche Mechanik auf Zufall, Ereignisprognosen oder Preise ausgerichtet ist.
Regulatorische Strategie für Krypto & Fintech
Wir verbinden Produktklassifikation, Zulassung, Verträge, Datenschutz und Corporate. Ziel ist eine Struktur, bei der Technik, Zahlungsfluss und regulatorische Verantwortung zueinander passen.